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Risotto alla Casa

Dieses Risotto-Rezept ist tatsächlich durch Versuch und Irrtum entstanden. Ich liebe Risotto und der Italiener meines Vertrauens – mittlerweile ist er leider in Rente – hatte immer dieses „Risotto alla Casa“ auf der Karte, das ich jedes Mal bestellt habe! Nachdem das Restaurant geschlossen hatte, habe ich zuhause versucht, dieses Gericht nachzukochen und bin letztlich bei dieser Variante gelandet, die (fast) genauso lecker schmeckt, wie das Original!

 

Risotto alla Casa

Vorbereitungszeit 10 Minuten
Zubereitungszeit 30 Minuten
Arbeitszeit 40 Minuten
Portionen 4 Personen

Zutaten

  • 1 Scharlotte ca. 30 g
  • 10 g Olivenöl
  • 320 g Risottoreis (z.B. Arborio, Carnaroli) 14-15 min. Garzeit
  • 60 g trockener Weißwein
  • 720 g Fleisch- oder Gemüsebrühe warm
  • 1/2 TL Salz
  • 80 g Dosenthunfisch im eigenen Saft
  • geschnittene Champignons aus dem Glas, nach Belieben
  • 1-2 frische Tomaten
  • 40 g geriebenen Parmesan
  • 1 kleines Stück Butter

Anleitungen

  1. Die Tomaten klein würfeln. Je nach Vorliebe können die Kerne entfernt werden. Ich lasse sie allerdings immer drin, da sie sich am Ende sowieso im Risotto "verlieren". Beiseite stellen für später, dann noch die Scharlotte klein würfeln und mit dem Olivenöl in einem mittelgroßen Topf glasig garen. Sie sollte nicht braun werden, das sieht nicht so schön aus im Risotto.

  2. Nun den Risottoreis zugeben und anschwitzen, bis der Reis leicht glasig wird. Ich verwende am liebsten Arborio-Reis, prinzipiell funktioniert es aber mit jedem Rundkornreis - selbst Milchreis, wenn nichts anderes zur Hand ist.

  3. Nun mit dem trockenen Weißwein ablöschen und alles für die auf dem Reis angegebene Garzeit leicht köcheln lassen. Es sollte nur leicht blubbern, nicht sprudelnd kochen. Wer keinen trockenen Weißwein zuhause hat, kann auch jeden anderen nehmen. Ich habe das Gericht sogar schon mal mit einem Rest sehr süßen Dessertweins gemacht - geht genauso, nur die Geschmacksnote ändert sich ein wenig. Nichts, was man nicht mit ein wenig mehr Gewürzen ausgleichen könnte.

  4. Das Ganze jetzt auf keinen Fall aus den Augen lassen! Fleißig rühren und immer wieder Brühe nachgießen, sobald die Flüssigkeit aufgesogen wurde, damit der Reis nicht am Topfboden anlegt.

  5. Wenn der Reis nach ca. 20-30 Minuten gar ist (die Angabe auf der Packung stimmt nie! Einfach immer wieder mal den Reis probieren, um den Gargrad einzuschätzen), sollte die Flüssigkeit aufgesogen sein. Je weiter sich die Garzeit gen Ende neigt also immer weniger angießen.

  6. Kurz vor Garzeit-Ende kommen die Tomaten, der Thunfisch und die Champignons dazu, damit sie noch warm werden. Nach Belieben können freilich auch andere Zutaten zugefügt werden: Von Reis pur mit nur ein bisschen Safran und Vanille über Erbsen-Spargel-Risotto bis hin zu frischen Steinpilzen habe ich alles schon probiert. Schmeckt alles lecker - ist dann aber eben nicht mehr das "Risotto alla Casa" des Italieners meines Vertrauens.

  7. Wenn der Reis gar ist - er sollte noch ganz leicht Biss haben - noch den Parmesan und das kleine Stück Butter unterrühren. Beides kommt immer mit rein, egal welche anderen Zutaten Ihr ausprobieren wollt. Der Parmesan hilft, dass das Risotto die richtige "Schlotzigkeit" bekommt, die Butter macht es schön cremig.

Und damit könnt Ihr auch schon servieren!
Ich wünsche guten Appetit, und vielleicht wollt Ihr mir ja berichten, wie’s geschmeckt hat 😉

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